Streunerkatzen helfen - das kannst Du tun!
Streunerkatzen helfen - das kannst Du tun!
Erstellt von KingKratzbaum – dem Maßanbieter für Katzenmöbel.
Es wird Herbst. Die Nächte werden kälter, die Tage sind teilweise sehr nass. Unsere Stubentiger liegen jetzt viel öfter, als noch im Sommer mit uns drinnen auf der Couch, sitzen vorm Kamin oder warten im warmen Bett darauf, dass Herrchen und Frauchen abends dazu gekuschelt kommen.
Vielleicht hat die ein oder andere Samtpfote etwas mehr Hunger, weil sie durch die kühlen Temperaturen einfach mehr Energie verbrennt. Wir lassen sie Schlemmen und gönnen ihnen die Extraportion.
Leider ist die Herbst- und Winterzeit nicht für alle eine so gemütliche und bequeme Zeit.
Vielleicht hat die ein oder andere Samtpfote etwas mehr Hunger, weil sie durch die kühlen Temperaturen einfach mehr Energie verbrennt. Wir lassen sie Schlemmen und gönnen ihnen die Extraportion.
Leider ist die Herbst- und Winterzeit nicht für alle eine so gemütliche und bequeme Zeit.
Für Streunerkatzen beginnt eine harte Zeit mit vielen Entbehrungen und teilweise lebensgefährlichen Alltagsumständen. Im Sommer können die Katzen noch Energie in der Sonne tanken. Diese Zeiten sind jetzt leider vorbei. Sie haben es schwer, ein warmes und trockenes Plätzchen zu finden. Oft fehlt ihnen jede Möglichkeit sich und ihr Fell irgendwo vernünftig zu trocknen. Die Futtersuche wird immer beschwerlicher. Um den Streunerkatzen in unserer Umgebung durch diese schwere Zeit zu helfen, können wir einiges tun.
Die einfachste Lösung wäre es, und ist es in vielen Fällen auch, die Katze einfach mit ins Haus zu nehmen, Ihr ein warmes Bettchen zu richten und ihr Futter zu geben. Das kann der Anfang einer wundervollen Beziehung werden. So war es zum Beispiel bei unserer Happy. Sie saß am 14. Oktober 2016 plötzlich hinter uns, als wir den Kofferraum ausräumten. Sie war klapperdürr und ihre Haare standen ab.
Wir nahmen sie mit ins Haus und brachten sie ins Bad um sie erstmal von den anderen getrennt zu halten. Sie freute sich über das Futter (wir gaben ihr nur kleine Portionen) und sie genoss die Wärme und Führsorge sichtlich.
Am nächsten Tag brachten wir sie zum Tierarzt, wo man uns verkündete, dass sie einen extrem hohen FIP-Titer habe und sich insgesamt in einem erbärmlichen Zustand befände.
Wir nahmen sie mit ins Haus und brachten sie ins Bad um sie erstmal von den anderen getrennt zu halten. Sie freute sich über das Futter (wir gaben ihr nur kleine Portionen) und sie genoss die Wärme und Führsorge sichtlich.
Am nächsten Tag brachten wir sie zum Tierarzt, wo man uns verkündete, dass sie einen extrem hohen FIP-Titer habe und sich insgesamt in einem erbärmlichen Zustand befände.
Einschub: Der FIP-Titer sagt eigentlich nur aus, wieviele Antikörper die Katze gegen den in fast jeder Katze vorkommenden, in diesem Zustand aber eher harmlose Corona-Virus (FeCV/FCoV) hat. Tragisch wird es erst, wenn diser Virus mutiert und die dann tödliche FIP auslöst.
Wir nahmen den Kampf auf und sie entwickelte sich prächtig. Nach 6 Wochen Peppeln und einer Zahn-OP hatten sich die Blutwerte deutlich verbessert und wir konnten sie zu den anderen lassen. Das war die mit Abstand problemloseste Katzenzusammenführung, die ich je erlebt habe. Die anderen Katzen saßen schon längere Zeit immer wieder vor der Badtüre. Als wir sie an diesem Tag öffneten, spazierte die Happy hindurch und schlenderte durch´s Haus, als ob sie nie wo anders gewesen wäre. Es war nicht ein Fauchen zu hören. Happy starb im Sommer 21 an Krebs - aber die Zeit bis dorthin war ein Geschenk.
Bitte denke in jedem Fall daran, einen Tierarzt aufzusuchen. Er erkennt mögliche Krankheiten, die behandelt werden müssen bzw. kann auch einen möglichen Chip auslesen (vielleicht sucht ja ihr Dosi bereits verzweifelt nach ihr?).
Was bei unserer Happy so gut klappte, klappt leider nicht immer so gut. Viele Streunerkatzen möchten keinen Menschen. Sie haben Angst, wollen nicht drinnen leben und vermissen ihre Freiheit. Sie wollen sich nicht anfassen oder gar streicheln lassen. Diese Situationen führen oft zu enttäuschten Menschen und gestressten Katzen.
Dann kann man ihnen oft am besten helfen, indem man ihnen seine Unterstützung anbietet, ihnen aber ihre Freiheit lässt.
Unterschlupf anbieten
Das Wichtigste ist wohl ein trockenes Dach überm Kopf. Um den Katzen gerade nachts das Leben zu erleichtern, kann man ihnen einen Unterschlupf, zum trockenen und frostfreien Schlafen anbieten.Ein Unterschlupf für eine Streunerkatze muss nicht immer aufwändig und teuer sein. Es reicht manchmal schon, den Schuppen offen zu lassen und dort etwas erhöht ein paar Decken zu platzieren. Wer drinnen keine Möglichkeit hat, kann auf ein Haus aus Styroporboxen oder eine kleine isolierte Holzhütte zurückgreifen. Styroporkisten sind übrigens von jedem Barfer (Menschen, die ihre Hunde und Katzen roh füttern) zu bekommen. Denn das Fleisch wird von Onlinehändlern tief gefroren in eben solchen Boxen geliefert. Es lohnt sich also im Freundeskreis nachzufragen.
Katzen sind fast genauso dankbar über etwas Stroh oder Heu in ihrer Behausung, wie über eine alte Decke oder Handtücher. Wer solch einen Unterschlupf zur Verfügung stellt, sollte ab und zu schauen, ob die Decken oder das Stroh auch noch trocken sind und sie gegebenenfalls tauschen. Denn nur dann macht die Mühe wirklich Sinn. Nehmen die Katzen den Unterschlupf nicht gleich an, dann kann mit etwas Futter nachgeholfen werden.
Zufüttern
Der berühmt berüchtigte Winterspeck kommt nicht von ungefähr. Das betrifft auch Streunerkatzen. Im Winter verbrauchen nahezu alle Säugetiere mehr Energie als im Sommer. Zusätzlich dazu, verbraucht auch die Futtersuche noch einmal Energie. Fettreserven müssen verbrannt werden, um die Körpertemperatur zu erhalten. Das macht einigen Katzen sehr zu schaffen. Dabei ist das Problem ganz einfach von Menschenhand zu beheben. Aber Vorsicht, das Anfüttern von Katzen kann sehr schnell dazu führen, dass auch andere Katzen kommen und der betreffenden Streunerkatze ihr Revier streitig machen wollen. Es sollte auch mit Nachbarn abgesprochen werden, ob dies gewollt oder geduldet ist. Kommen nämlich immer mehr Katzen zur Futterstelle, kann das durchaus auch Ärger geben.Die beste Möglichkeit die Katzen mit allem zu versorgen, ist Nassfutter. Das Problem hieran ist, dass gerade Streunerkatzen auch mal ein oder zwei Tage nicht zur Futterstelle kommen und dies dann vielleicht gefroren oder verdorben ist. Die regelmäßige Kontrolle erfordert wesentlich mehr Aufwand, als die Alternativen. Wer Trockenfutter geben möchte, sollte darauf achten, dass auch genügend Wasser an einer frostfreien Stelle zur Verfügung steht. Das macht übrigens nicht nur im Winter Sinn, wenn alles gefroren ist, sondern auch im Sommer, wenn die Katzen aufgrund der Trockenheit nicht mehr an genügend Flüssigkeit kommen.