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Geschichte der Tierpsychologie 2: Der Streit der Schulen
Geschichte der Tierpsychologie 2: Der Streit der Schulen
Geschichte der Tierpsychologie 2: Der Streit der Schulen
Behaviorismus & Ethologie - Wie zwei gegensätzliche Denkschulen die Tierpsychologie prägten
Erstellt von KingKratzbaum – dem Maßanbieter für Katzenmöbel.
Hast Du Dich schon mal gefragt, warum Deine Katze plötzlich wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung rast?
Oder warum Dein Hund bei Gewitter unter dem Bett verschwindet?
Die Frage, was in den Köpfen unserer tierischen Mitbewohner vorgeht, beschäftigt uns Menschen seit Jahrhunderten - und sie führte zu einem der spannendsten wissenschaftlichen Duelle überhaupt.
In dieser 4-teiligen Reihe nehmen wir Dich mit auf eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Tierpsychologie.
Oder warum Dein Hund bei Gewitter unter dem Bett verschwindet?
Die Frage, was in den Köpfen unserer tierischen Mitbewohner vorgeht, beschäftigt uns Menschen seit Jahrhunderten - und sie führte zu einem der spannendsten wissenschaftlichen Duelle überhaupt.
In dieser 4-teiligen Reihe nehmen wir Dich mit auf eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Tierpsychologie.
Nachdem Du im 1. Teil gesehen hast, wie die alten Philosophen tierisches Verhalten deuteten, lernst Du hier zwei völlig verschiedene Denkrichtungen kennen - die Behavioristen und die Ethologen - und Du erfährst, wie ihr Streit unser heutiges Verständnis von Tierverhalten geprägt hat.
Die Geburtsstunde der wissenschaftlichen Tierforschung
Charles Darwin war einer der Ersten, der Tiere als fühlende Wesen mit entwickelten Verhaltensweisen sah. Seine Evolutionstheorie legte den Grundstein für die moderne Tierpsychologie.
Aber wie entstehen diese Verhaltensweisen - und warum?
Die Behavioristen, die alles Lernen in den Mittelpunkt stellten, und die Ethologen, die angeborene Instinkte betonten.
Die Behavioristen: Alles nur Konditionierung?
Für John B. Watson und später B. F. Skinner war klar:Vergiss Geist, Emotionen oder gar eine „Tierseele“. Entscheidend ist nur, was Du beobachten kannst - also Verhalten!
- Tiere (und Menschen) kommen als unbeschriebenes Blatt zur Welt
- Fast alles Verhalten ist erlernt
- Lernen geschieht über Reiz-Reaktions-Verbindungen
- Das „Innere“ ist wissenschaftlich nicht zugänglich
In Skinners Boxen drückten Ratten Hebel und bekamen Futter - Belohnung formt Verhalten, Bestrafung schwächt es ab.
Die Grenzen des Behaviorismus
Das war elegant - aber nicht die ganze Wahrheit.Die Behavioristen schufen künstliche Laborsituationen, ignorierten Instinkte und blendeten Gefühle aus. Tiere wurden zu Reiz-Reaktions-Maschinen.
„Behavioristen untersuchen Ratten, um Menschen zu verstehen. Ethologen untersuchen Menschen, um Ratten zu verstehen.“
Die Ethologen: Die Natur im Fokus
Während die Behavioristen ihre Tiere im Labor beobachteten, zogen die Ethologen raus in die Natur.Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen beobachteten Tiere in freier Wildbahn - dort, wo Verhalten tatsächlich Sinn ergibt.
- Viele Verhaltensweisen sind angeboren und artspezifisch
- Tiere besitzen instinktive Programme
- Nur im natürlichen Kontext lässt sich Verhalten richtig verstehen
- Evolution formt Verhalten, um das Überleben zu sichern
- Wie funktioniert das Verhalten (Mechanismus)?
- Wie entwickelt es sich (Ontogenese)?
- Wozu dient es (Funktion)?
- Wie hat es sich entwickelt (Evolution)?
Sie nutzt kontrollierte Experimente und Beobachtungen im Freiland.
Sie berücksichtigt sowohl Gene als auch Lernen.
Das Ziel ist nicht mehr, Tiere zu dressieren oder zu kategorisieren, sondern sie wirklich zu verstehen - in ihrer Individualität.
Was das für Dich und Dein Tier bedeutet
Dein Tier ist kein Rätsel - es ist ein Wesen mit Gefühlen, Erinnerungen und Eigenheiten.Sein Verhalten entsteht aus einer Kombination von Erbe und Erfahrung.
- Dein Hund hat Angst vor Gewitter? Vermutlich angeborene Sensibilität, verstärkt durch Erlebnisse.
- Deine Katze jagt Spielzeugmäuse? Ein uralter, angeborener Jagdinstinkt. Er funktioniert auch ohne echte Beute.
- Dein Wellensittich plappert Worte nach? Das ist soziale Intelligenz in Aktion.
FAQ: Die häufigsten Fragen zur Tierpsychologie
Was unterscheidet Behaviorismus und Ethologie?
Behaviorismus untersucht erlerntes Verhalten in kontrollierten Umgebungen.
Ethologie beobachtet angeborenes Verhalten in freier Natur.
Ethologie beobachtet angeborenes Verhalten in freier Natur.
Welche Rolle spielt die Genetik?
Gene liefern die Basis, Erfahrung formt das Verhalten. Selbst „angeborene“ Reaktionen können durch Umwelt beeinflusst werden.
Können Tiere denken und fühlen?
Ja - die Forschung zeigt klar, dass viele Tiere Emotionen und kognitive Fähigkeiten haben. Die alte Vorstellung von reinen Reflexwesen gilt als überholt.
Wie hilft mir dieses Wissen im Alltag?
Wenn Du weißt, warum Dein Tier etwas tut, kannst Du besser reagieren, Stress vermeiden und seine Umgebung artgerecht gestalten - ob beim Training oder beim Einrichten des Zuhauses.
Fazit: Von der Theorie zum Verständnis
Die Geschichte der Tierpsychologie zeigt, wie Wissenschaft durch Gegensätze wächst.Tiere sind fühlende, lernende, denkende Individuen - geprägt von Genen, Erfahrung und Beziehung.
In diesem Moment blickst Du auf Jahrmillionen Evolution - und auf ein einzigartiges kleines Universum aus Gedanken, Gefühlen und Instinkten.
Dann lies jetzt weiter im 3. Teil: Die Tierpsychologie von heute.
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Kontakt & Autor
Wenn der Artikel Fragen offen gelassen hat, nehmen Sie bitte einfach Kontakt mit uns auf - wir freuen uns über Anregungen, Erfahrungen oder auch Fragen zu ganz anderen Themen.
Der Autor Klaus Koch ist mit Hunden und Katzen aufgewachsen und kann sich ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen. Er ist der Gründer von KingKratzbaum sowie der Plattformen "Die Katzen-Community" und "Katze verstehen". Mit langjähriger Erfahrung in der artgerechten Katzenhaltung entwickelt er hochwertige Kratzbäume für Katzen und vermittelt fundiertes Wissen rund um Katzenverhalten und Katzenbedarf. Sein Ziel ist es, Katzenhalter zu vernetzen, Katzen besser zu verstehen und ihr Leben nachhaltig zu verbessern.
Ein echter KingKratzbaum: "Glückliche Katzen ist unsere Mission"
Kratzbäume sollen glücklich machen...
Egal, wie wir es drehen oder wenden - die Mission ist doch immer dieselbe. Die Mieze soll glücklich sein. Das beginnt bei den täglichen Streicheleinheiten, geht über gutes Futter und endet nicht beim Kratzbaum. Wobei der Kratzbaum naturgemäß eine zentrale Rolle im Leben Ihrer Katze einnimmt.
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